Skip to content

ZIP-Screens — mehr als nur Windschutz für die Terrasse

Ein ZIP-Screen ist eine senkrecht fahrende Stoffbahn, die seitlich in zwei Aluminium-Führungsschienen läuft und über einen Reißverschluss (englisch „zip”) fest mit den Schienen verbunden ist. Diese Verzipfung macht den Screen wind-, blick- und insektenschutzfest — er flattert nicht, klappert nicht, lässt keine Lücken am Rand entstehen. Auf einer Terrasse übernimmt er deshalb mehr als nur Windschutz: tief stehende Morgen- und Abendsonne abblenden, Sichtschutz zum Nachbarn, Reduktion des Luftzugs unter Glas- und Lamellendächern, im Hochsommer Komfortzone, im Frühjahr und Herbst Saisonverlängerung. Wer im 100-Kilometer-Radius um Meiningen wohnt und seine Terrasse als Wohnraum versteht, holt mit zwei seitlichen ZIP-Screens oft mehr Komfortgewinn heraus als mit einer doppelt so teuren Aufdachmarkise. Alle Preisangaben sind Nettopreise.

Was einen ZIP-Screen technisch von einer Standard-Markise unterscheidet

Eine klassische Senkrechtmarkise hängt frei in der Welle und wird unten von einer Stange beschwert. Bei Wind beginnt sie zu schwingen, klappert gegen Pfosten und reißt im schlimmsten Fall am Rand aus. Der ZIP-Screen löst dieses Problem konstruktiv: An beiden Längsseiten des Tuches ist ein durchlaufender Reißverschluss eingearbeitet, der in einer Aluminium-Führungsschiene rechts und links der Anlage geführt wird. Beim Ausfahren zieht der Motor die Welle herunter, der Reißverschluss greift kontinuierlich in die Schienen ein, und das Tuch ist über die gesamte Höhe seitlich verzipft. Damit kann sich der Stoff weder seitlich aufstellen noch durchhängen.

Die Wind-Klasse — gemessen nach EN 13561 — liegt bei guten Anlagen bei Wind-Widerstandsklasse 3 (etwa 100 km/h Windgeschwindigkeit am Tuch). Größere Brustor- und HELLA-Anlagen erreichen Klasse 6 und damit bis zu 70 N/m² Belastung. Zum Vergleich: Eine gängige Senkrechtmarkise ohne Führungsschienen muss schon bei Windklasse 2 (ca. 38 km/h) eingefahren werden. Im westwindgeprägten Werra-Tal ist das oft mehrmals täglich der Fall — beim ZIP-Screen praktisch nie.

Das Aluminium-Kassettengehäuse oben ist geschlossen, kein offen einsehbares Tuch. Wenn der Screen eingefahren ist, sieht man von außen nur eine 12 bis 15 cm hohe Aluminiumblende, idealerweise in derselben Farbe wie das Terrassendach. Dazu kommt eine sauber abgedichtete Kassette gegen Regen — wichtig, weil bei senkrechten Anlagen häufig Schlagregen am Tuch entlangläuft und sich sonst hinter dem Behang sammeln würde.

Wofür ZIP-Screens wirklich lohnen — fünf typische Einsatzfälle

In 30 Jahren Terrassendach-Bau seit 1996 sehen wir dieselben fünf Szenarien immer wieder. Wer sich in einem davon wiederfindet, sollte den ZIP-Screen als feste Option mitplanen — nicht als „kann man später nachrüsten”.

Situation auf der TerrasseWirkung des ZIP-Screens
Tief stehende Morgen- oder Abendsonne unter GlasdachBlendt seitlich ab, ohne die Sicht nach vorne zu verstellen — Glasdach bleibt transparent
Westwind im Werra-Tal oder Coburger LandVerhindert Luftzug, schützt Tischdecken, Kerzen und Lampen unter dem Dach
Sichtschutz zum NachbargrundstückSoltis-Tuch in dichter Webung sperrt Blicke bis ~3 m Abstand vollständig
Insektenschutz unter LamellendachVollverzipfung schließt Lücken; Wespen und Mücken bleiben draußen
Gastronomie an RandplätzenGäste an Außen-Sitzplätzen erhalten Wind- und Sichtschutz, ohne dass die Sicht nach innen blockiert wird

Besonders die Kombination aus Glas- oder Lamellendach plus seitliche ZIP-Screens ist das, was Stefan im 100-km-Radius am häufigsten verkauft. Wer bereits eine Unterglasmarkise hat — wie im Beitrag vom 10. Mai zur Unterglasmarkise beschrieben — ergänzt mit zwei seitlichen ZIP-Screens den seitlichen Sonnen- und Windschutz. Die Kombination ist im Südthüringen-Raum unsere häufigste Empfehlung, weil sie alle drei Beschattungsachsen (oben, seitlich rechts, seitlich links) abdeckt.

Ehrliche Einschränkung: Wenn es nur um reinen Hitzeschutz unter Glas geht, ist die Unterglasmarkise dem ZIP-Screen überlegen. Der Screen schützt seitlich, nicht von oben gegen die Strahlung durchs Dach. Beide ergänzen sich, ersetzen sich aber nicht.

Brustor und HELLA — die beiden Markenpartner im Vergleich

Bei Bauelemente Stefan Götz arbeiten wir bei senkrechten Beschattungen mit zwei Markenpartnern: Brustor (Belgien) und HELLA (Österreich). Beide gehören zur Premium-Liga; die Wahl ist meist eine Frage des bestehenden Terrassendaches und der gewünschten Optik.

Brustor B100 ist die schlanke Ein­stiegs­variante mit kompakter Aluminium­kassette von etwa 11 cm Höhe. Sie wird gerne unter bereits bestehenden Brustor-Lamellendächern oder Glasdächern montiert, weil das Design farblich und formal exakt zum Dach passt. Maximale Tuchbreite knapp 6 m, maximale Höhe rund 4 m — deckt also fast jede private Terrassen­situation ab.

Brustor B610 ist das größere Modell mit verstärkter Kassette und Hochleistungs­motor. Hier sind Tuchbreiten bis 8 m und Höhen bis 5 m machbar. Das B610 ist die richtige Wahl, wenn die Terrasse breiter als 6 m ist oder wenn die Anlage als Gastronomie-Lösung mehrere Felder nebeneinander abdeckt.

HELLA bringt zwei Mehrwerte mit, die bei einigen Projekten den Ausschlag geben: erstens ein sehr großes Tuch-Sortiment inkl. blickdichter Acryl-Stoffe (interessant beim Sichtschutz Richtung Straße), zweitens eine ZIP-Variante mit verdeckter Endleiste, bei der die Bodenschiene fast unsichtbar in einer Bodenkassette verschwindet — optisch sehr cleaner Look an modernen Bungalow- oder Flachdach­häusern.

Welcher Hersteller passt? Faust­regel aus 30 Jahren Praxis:

  • Bestehendes Brustor-Lamellendach oder Brustor-Wintergarten → Brustor B100 oder B610, identische Farb­palette
  • Breite > 6 m oder Gastro-Anlage → Brustor B610
  • Maximaler Sichtschutz oder besonders cleane Optik → HELLA
  • Glasdach von Dritt­anbietern, freie Farbwahl → beide gleichwertig, dann Lieferzeit entscheidet

Tuche und Lichtdurchlässigkeit

Das Tuch macht den ZIP-Screen — und es ist die Entscheidung, die Kunden im Showroom am häufigsten unterschätzen. Wir führen drei Stoff­klassen:

Soltis-Funktionsstoff (Hersteller Serge Ferrari, Frankreich): mikroperforierter Polyester­träger, PVC-beschichtet. Lichtdurchlässigkeit je nach Typ zwischen 3 % (Soltis 92) und 14 % (Soltis 86). Das Tuch reduziert die Sonnen­einstrahlung um 90–97 %, lässt aber die Durchsicht von innen nach außen weitgehend erhalten — man sieht den Garten gedämpft, aber klar. Von außen wirkt das Tuch tagsüber als Sichtschutz, abends bei eingeschaltetem Innenlicht nur eingeschränkt (typisches Verhalten aller perforierten Stoffe).

PVC-beschichtetes Polyester (Standard­tuch): vollflächig beschichtet, blickdicht in beide Richtungen, hohe Reißfestigkeit, sehr witterungs­beständig. Lichtdurchlässigkeit nahezu null. Die richtige Wahl für reine Sichtschutz-Anwendungen, etwa zur dichten Trennung zum Nachbar­grundstück.

Blickdichte Acryl-Varianten: hochwertiger Außen-Acryl mit UV-stabilisierender Beschichtung. Optisch wertiger als PVC, langfristig farbecht, dafür teurer und mit geringerer Reißfestigkeit als Soltis. Wir setzen Acryl ein, wenn die Optik in der Garten­gestaltung Priorität hat — typisch bei hoch­wertigen Privat­villen oder Hotel-Terrassen.

Farb­empfehlung aus 30 Jahren Praxis: Bei modernen Architektur­häusern mit Aluminium­dach in Anthrazit RAL 7016 oder Quarzgrau RAL 7039 raten wir zu Tuchfarbe RAL 7012 (Basaltgrau) oder identisch RAL 7016. Das gibt eine ruhige, durchgehende Optik und lässt die Terrasse größer wirken als die häufig gewählte Beige-Variante.

Montage: Nachrüsten an bestehender Terrasse oder mit Neubau planen

ZIP-Screens lassen sich grundsätzlich auf zwei Arten installieren — als integrierter Teil eines neuen Terrassendaches oder als Nachrüstung an einer bestehenden Konstruktion. Beide Wege funktionieren, beide haben Eigenheiten.

Nachrüstung an bestehendem Aluminium-Terrassendach: Das ist der häufigere Fall. Die Kassette wird oben an der Vorder­pfette des Daches montiert, die Führungs­schienen laufen an den Front­pfosten herunter. Voraussetzung: Die Pfosten sind aus Aluminium und ausreichend dimensioniert (ab 100 × 100 mm verschraubbar). Bei dünneren Profilen rüsten wir mit aufgesetzten Schienen­trägern nach, die das Profil zusätzlich versteifen. Stromversorgung läuft entweder durch einen Pfosten (wenn dieser hohl ist und einen Kabel­durchlass hat) oder als sichtbar verlegtes Leerrohr — letzteres versuchen wir zu vermeiden.

Nachrüstung an Holzkonstruktion: Möglich, aber statisch sorgfältig zu prüfen. Holzbalken arbeiten — bei Temperatur­wechseln verziehen sie sich um wenige Millimeter, was ZIP-Schienen aus dem Lot bringen kann. Wir bauen hier in der Regel Aluminium-Adapter­schienen ein, die mit Schwingungs­dämpfern an den Holz­pfosten verschraubt sind. Funktioniert, ist aber 2–3 cm wuchtiger als an reinem Aluminium.

Integration in den Neubau: Wenn das Terrassendach noch gar nicht steht, planen wir den ZIP-Screen direkt mit. Vorteil: Die Schienen sind unsichtbar in die Pfosten integriert, kein externer Aufbau, kein nach­träglicher Strom­durch­führungs-Aufwand. Optisch ist das die sauberste Lösung — und in vielen Brustor-Konstellationen ohne Mehr­preis machbar, weil die Pfosten ohnehin mit entsprechenden Aufnahmen ausgestattet werden.

Tagesablauf bei der Montage: Pro Feld (also ein ZIP-Screen zwischen zwei Pfosten) rechnen wir mit einem halben bis ganzen Arbeitstag für ein Zwei-Mann-Team. Eine typische Privat-Anlage mit zwei Seiten­feldern ist also an einem Arbeitstag fertig, inkl. Elektro­anschluss und Funk­einrichtung. Bei Gastronomie-Anlagen mit vier oder mehr Feldern verteilen sich Montage und Justage auf zwei bis drei Tage.

Steuerung und Wettersensorik

ZIP-Screens werden ausschließlich motorisch betrieben — eine manuelle Kurbel­variante wäre bei den verzipften Schienen nicht praktikabel. Wir verbauen Funk­antriebe von Somfy (Serie Sonesse oder Altus RTS) oder Becker, je nach bestehender Smart-Home-Umgebung.

Die einfachste Steuerung ist eine Funk-Hand­sender­bedienung — ein bis fünf Kanäle pro Sender, beliebig viele Empfänger. Praktisch, wenn alle ZIP-Screens gemeinsam mit dem Lamellendach über eine Fernbedienung laufen sollen.

Die nächste Stufe ist die App-Steuerung. Wenn das Lamellendach ein Brustor B600 S oder ein Brustor Twinstar mit Daisy-App ist, lassen sich die ZIP-Screens in dieselbe App einbinden — Voraussetzung ist die Daisy-Schnittstelle bei Inbetriebnahme. Alternativ steuert die Somfy-TaHoma-switch-Zentrale die ZIP-Screens, das Lamellendach und ggf. die Markise gemeinsam — eine Lösung, die wir bei Privat­kunden mit Affinität zu Smart Home häufig empfehlen, weil sie offen für Erweiterungen (Außen­beleuchtung, Heizstrahler) ist.

Wind-Sensor: Pflicht­zubehör bei jeder ZIP-Anlage, die nicht direkt vom Nutzer überwacht wird. Der Sensor sitzt am höchsten Punkt der Terrasse und fährt die Screens automatisch ein, sobald der Schwellwert (meist 50 km/h) erreicht wird. Kosten: 220 bis 380 € netto pro Sensor, Reichweite eine Anlage komplett.

Regen-Sensor: Optional, aber praktisch in Kombination mit Lamellendach. Bei Regen schließt das Lamellendach automatisch, parallel können die ZIP-Screens halb ausfahren, um seitlich Schlagregen abzuhalten. Aufpreis 180 bis 240 € netto.

Sonnen-Sensor: Eher selten bei senkrechten Anlagen — bei Terrassen mit klarer Süd-Süd­west-Ausrichtung ist die Sonnenstands­logik aber sehr komfortabel.

Preise: Womit Privatkunden im 100-km-Radius Meiningen rechnen

Alle Werte sind Nettopreise inklusive Montage, exklusive Mehrwertsteuer. Die Spannen entstehen durch Tuchwahl (Soltis vs. Acryl), Farbe (Standard vs. Sonderfarbe) und die individuelle Pfosten­situation vor Ort.

Anlagen­größePreis netto inkl. Montage
Standard-Feld bis 12 m² (z. B. 3 m × 4 m)1.800–2.800 €
Großes Feld 12 m² bis 22 m² (z. B. 4 m × 5 m)2.800–4.200 €
Mehrfeld­anlage / Eckverbindungab 4.200 €, projektspezifisch
Gastro-Mehrfeld­anlage (4+ Felder)individuelle Kalkulation

Was treibt den Preis nach oben:

  • Sonderfarbe: RAL-Sonder­töne kosten zwischen 220 und 480 € netto Mehrpreis pro Anlage, abhängig von Hersteller und Farbsystem.
  • Acryl-Tuch statt Soltis: Mehrpreis 280 bis 450 € netto pro Feld.
  • Eckverbindung (zwei ZIP-Screens, die im 90°-Winkel über Eck laufen): Mehrpreis 320 bis 480 € netto wegen Sonder­profil und justierter Eck-Kassette.
  • Wind-, Regen- und Sonnen­sensorik komplett: 480 bis 720 € netto über alle drei Sensoren.

Wartungs­verträge vereinbaren wir individuell im Rahmen des Projekts — die Pakete sind aktuell in Ausarbeitung. Im Erstgespräch klären wir, ob eine jährliche Sicht- und Funktions­prüfung sinnvoll ist; bei Anlagen mit Sensorik und in Küsten-/Mittelmeer-Projekten (Kroatien-Gastro) ist sie das in jedem Fall.

Regional: Wind, Wetter und Genehmigung im Südthüringen-Raum

Die häufigste Frage, die wir von Privat­kunden hören, ist: „Muss ich für einen ZIP-Screen einen Bauantrag stellen?” Die kurze Antwort lautet in nahezu allen Fällen: nein. Die ausführliche Antwort:

Ein ZIP-Screen wird an einer bereits genehmigten Konstruktion (Terrassendach, Wintergarten, Pergola) ergänzt. Da er weder die Geschoss­fläche noch die Statik des bestehenden Bauwerks verändert und keine umbaute Fläche neu schafft, ist er nach den Bauordnungen von Thüringen, Bayern und Hessen genehmigungs­frei, solange das Terrassendach selbst genehmigt war. In Sonder­konstellationen (denkmal­geschützte Häuser, Vorgärten in Bebauungs­plan­gebieten mit Gestaltungs­satzung, WEG-Mehr­familien­häuser) gelten andere Regeln — bei Wohnungs­eigentum ist eine Eigentümer­versammlungs-Zustimmung oft nötig.

Statisch ist der ZIP-Screen bei senkrechter Montage unkritisch. Schneelast spielt anders als beim Terrassendach selbst keine Rolle, weil die Anlage im Winter eingefahren wird. Wir liegen im Werra-Tal in Schneelastzone 2 bis 2a, was für das Terrassendach selbst relevant ist — beim ZIP-Screen nicht.

Wind dagegen ist die zentrale Größe. Das Werra-Tal kanalisiert West- und Süd­west­winde, und in Coburger Land und Rhön-Vorland gibt es exponierte Lagen, in denen Wind­spitzen über 90 km/h normal sind. Genau dafür sind ZIP-Screens gebaut. Wer auf einem Hügel über Schmalkalden oder mit freier Lage Richtung Rhön wohnt, sollte beim Aufmaß die Wind­situation explizit ansprechen — wir empfehlen dann eine Anlage mit Wind-Widerstands­klasse 6 statt der Standard-Klasse 3.

Ablauf bei Bauelemente Stefan Götz

Wer einen ZIP-Screen plant, durchläuft bei uns einen vorhersehbaren Ablauf — in 30 Jahren immer derselbe, weil er funktioniert:

  1. Showroom-Besuch in der Luisenstraße 3, 98617 Meiningen (Donnerstag 9–17 Uhr und nach Vereinbarung). Hier siehst du Brustor B100 und B610 live, kannst Soltis-Tuche in der Hand fühlen und an unserer Musteranlage den Reißverschluss in der Schiene laufen sehen. Das ist nicht zu unterschätzen — Bilder im Internet zeigen nicht, wie sauber die Verzipfung in der Schiene wirklich aussieht.
  1. Aufmaß vor Ort innerhalb von zwei Wochen. Wir kommen in der Regel zu zweit, prüfen die Pfosten­profile, klären Strom­versorgung und Pfetten­situation und nehmen alle Maße. Dauer: 60 bis 90 Minuten pro Terrasse.
  1. Festpreis netto eine Woche später, 60 Tage gültig. Im Angebot stehen Tuch, Farbe, Antrieb, Sensorik und Montage­leistung getrennt aufgeschlüsselt — keine Pauschalen, keine versteckten Positionen.
  1. Lieferzeit: 4–6 Wochen Standard, 8–10 Wochen Sonderfarben. Im aktuellen Spätfrühjahr 2026 sind die Lieferketten von Brustor und HELLA stabil; wer im Mai bestellt, hat seinen ZIP-Screen rechtzeitig vor der Hochsommer-Phase montiert.
  1. Montage in 0,5–1 Tag pro Feld. Nach Montage Einweisung in Hand­sender und ggf. App, Übergabe-Protokoll, Beginn der 5-Jahres-Garantie auf die Mechanik.

Häufige Fragen (FAQ)

Was bedeutet „ZIP” beim ZIP-Screen genau? ZIP steht für Reißverschluss. An beiden Längs­seiten des Tuches ist ein durchlaufender Reißverschluss eingearbeitet, der beim Ausfahren in eine Aluminium-Führungs­schiene rechts und links der Anlage einläuft. Diese Verzipfung verbindet Tuch und Schiene über die gesamte Höhe und macht die Anlage windfest, blickdicht (je nach Tuch) und insekten­schutz­tauglich.

Hält ein ZIP-Screen wirklich mehr Wind aus als eine klassische Senkrechtmarkise? Ja, deutlich. Eine Senkrecht­markise ohne Führungs­schienen muss bei Wind­klasse 2 (etwa 38 km/h) eingefahren werden. Ein guter ZIP-Screen erreicht Wind-Widerstands­klasse 3 bis 6 nach EN 13561 — Klasse 6 entspricht bis zu 100 km/h Windgeschwindigkeit am Tuch. Im westwindgeprägten Werra-Tal ist das ein erheblicher Komfortgewinn, weil die Anlage praktisch ganzjährig nutzbar bleibt.

Kann man ZIP-Screens an einem bestehenden Terrassendach nachrüsten oder muss man sie mit dem Dach zusammen planen? Beides funktioniert. Nachrüstung an einer bestehenden Aluminium-Konstruktion ist der häufigere Fall — Voraussetzung sind ausreichend dimensionierte Pfosten (ab 100 × 100 mm). An Holz­konstruktionen rüsten wir mit Aluminium-Adapter­schienen nach. Wer noch im Neubau steht, plant den ZIP-Screen am besten direkt mit, weil Schienen und Strom­führung dann unsichtbar in die Pfosten integriert werden können.

Wie lichtdurchlässig sind ZIP-Screens — wird es dunkel unter der Terrasse? Mit Soltis-Funktions­stoff liegt die Lichtdurchlässigkeit je nach Type bei 3 % (Soltis 92) bis 14 % (Soltis 86). Subjektiv: Es bleibt deutlich heller, als man erwartet — die Sonne ist gedämpft, die Sicht in den Garten bleibt erhalten. Mit blickdichten PVC- oder Acryl-Tüchern wird es spürbar dunkler, aber das ist die typische Wahl für reine Sichtschutz-Anwendungen, nicht für Aufenthalts­räume.

Lohnen sich ZIP-Screens als Insektenschutz unter dem Lamellendach? Ja, sehr. Weil das Tuch oben und seitlich verzipft ist, gibt es keine Lücken, durch die Wespen oder Mücken einfliegen. In Kombination mit einem geschlossenen Brustor-Lamellendach entsteht ein nahezu insekten­freier Aufenthalts­bereich — vor allem abends interessant, wenn Licht die Tiere anzieht.

Welche Brustor-Modelle empfehlen Sie für Privatkunden? Für Standard-Terrassen bis 6 m Breite das Brustor B100 — schlanke Kassette, exakt zum Brustor-Lamellendach passend. Für breitere Terrassen oder anspruchsvolle Wind­lagen das Brustor B610 mit verstärkter Kassette und Hochleistungs­motor. Beide gibt es in derselben Farbpalette wie unsere Lamellendächer, sodass die Anlage als gestalterische Einheit wirkt.

Sind ZIP-Screens an meiner Mietwohnung oder als Eigentümergemeinschaft genehmigungsfrei? Bei einem Einfamilienhaus mit bereits genehmigtem Terrassendach: ja, in fast allen Fällen genehmigungs­frei. Bei einer Eigentümer­gemeinschaft (WEG) brauchst du in der Regel die Zustimmung der Eigentümer­versammlung, weil eine optische Veränderung am Gemeinschafts­eigentum stattfindet. Bei einer Miet­wohnung muss der Vermieter zustimmen — ZIP-Screens sind eine bauliche Veränderung, auch wenn sie reversibel ist.

Wie laut sind die Motoren beim Aus- und Einfahren? Die Funkantriebe von Somfy und Becker liegen im Betrieb bei 45–55 dB(A) am Motor, gemessen in 1 m Abstand. Das ist deutlich leiser als ein elektrischer Rasenmäher, etwa vergleichbar mit einer normalen Unterhaltung im Innenraum. In zwei Meter Abstand kaum noch wahrnehmbar. Die Lauf­zeit pro Feld liegt bei 25–40 Sekunden je nach Höhe.

Was kostet die Wartung eines ZIP-Screens pro Jahr? Wartungs­verträge bieten wir für alle Anlagen­typen an, die konkreten Pakete und Preise sind aktuell in Ausarbeitung und vereinbaren wir individuell im Rahmen des Projekts. Allgemein gilt: Eine jährliche Sicht- und Funktions­prüfung mit Reinigung der Schienen, Kontrolle der Sensorik und Schmierung der Lager­punkte ist die Basis. Bei Anlagen in Mittelmeer-Lage (Gastro-Kroatien) empfehlen wir engere Intervalle wegen Salzluft.

Kann ich ZIP-Screens mit dem Lamellendach gemeinsam über Smart Home steuern? Ja. Bei einem Brustor B600 S oder Brustor Twinstar mit Daisy-Schnittstelle laufen ZIP-Screens und Lamellendach gemeinsam über die Daisy-App. Alternativ steuert die Somfy-TaHoma-switch-Zentrale alle motorisierten Anlagen — vorausgesetzt, die Empfänger sind RTS-fähig (Somfy Radio Technology Somfy). Andere Smart-Home-Systeme wie KNX oder Loxone können wir nicht garantiert einbinden; wer dort spezifische Anforderungen hat, sollte das im Showroom-Termin frühzeitig ansprechen.

Showroom-Termin in der Luisenstraße 3, 98617 Meiningen (Donnerstag 9–17 Uhr und nach Vereinbarung). Du willst ZIP-Screens für deine Terrasse — wir zeigen dir Brustor B100 und B610 live, lassen dich Soltis- und Acryl-Tuche fühlen und planen Aufmaß-Termin und Anlagen­variante gemeinsam.

Telefon 03693 5486 333 oder E-Mail s.goetz@terrassendach.one. Aufmaß innerhalb von zwei Wochen, Festpreis netto eine Woche später, Lieferzeit 4–6 Wochen. Wer jetzt im Mai handelt, hat seine ZIP-Screens vor der Hochsommer-Phase montiert.

Bauelemente Stefan Götz, Brustor Premium Partner und Sunparadise Fachhändler. Seit 1996 in Südthüringen, Nordbayern und Osthessen — und in der Gastronomie deutschlandweit und am Mittelmeer.