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Unterglasmarkise nachrüsten — der komplette Leitfaden für Glasdach-Besitzer

Eine Unterglasmarkise ist die wirksamste Beschattung für ein bestehendes Terrassendach mit VSG-Glas — sie sitzt unter der Verglasung, blendet die Sonne ab, bevor das Glas sie als Strahlungs- und Konvektionswärme an die Terrasse abgibt, und macht aus einer im Hochsommer kaum nutzbaren Fläche wieder einen angenehmen Aufenthaltsort. Wer im Mai oder Juni handelt, hat das Dach in vier bis sechs Wochen nachgerüstet — rechtzeitig zur Hitzewelle. Dieser Leitfaden zeigt, wann sich die Nachrüstung lohnt, welche Tuche tauglich sind, was eine Unterglasmarkise im Privatbereich kostet und worauf Glasdach-Besitzer im 100-Kilometer-Radius um Meiningen achten sollten. Alle Preisangaben sind Nettopreise.

Was eine Unterglasmarkise von anderen Beschattungen unterscheidet

Eine Unterglasmarkise ist eine Tuchbahn, die in zwei seitlichen Führungsschienen unter der Glaseindeckung des Terrassendachs verläuft und sich elektrisch oder per Funkmotor ein- und ausfahren lässt. Sie sitzt zwischen Glasdach und Aufenthaltsbereich — also auf der „warmen” Seite des Glases, von außen sichtbar nur durch die Verglasung hindurch.

Im Vergleich zu anderen Beschattungslösungen hat sie drei Eigenheiten, die man kennen sollte. Erstens schützt sie nicht vor der Aufheizung des Glases selbst. Die Sonne erwärmt die Verglasung weiterhin; das Tuch verhindert nur, dass die direkte Strahlung auf Sitzbereich, Tisch und Boden trifft. Das ist physikalisch weniger effektiv als eine Aufdachmarkise, die den Sonneneintrag abfängt, bevor er das Glas erreicht — aber es ist deutlich windunempfindlicher und optisch ruhiger.

Zweitens ist sie wettergeschützt. Weil das Tuch unter dem Glas liegt, kommt es weder mit Regen noch mit Hagel oder Schnee in Berührung. Eine Unterglasmarkise hält dadurch in der Regel 20 bis 25 Jahre — deutlich länger als eine freistehende Gelenkarmmarkise.

Drittens lässt sich der Lichteinfall fein dosieren. Funktionsstoffe wie Soltis 92 lassen 8 bis 12 Prozent Restlicht durch, wodurch unter dem ausgefahrenen Tuch keine düstere Höhle entsteht, sondern ein gleichmäßig gedämpftes Tageslicht — ideal für Mittagessen, Mittagsruhe oder Homeoffice auf der Terrasse.

Wann sich die Nachrüstung wirklich lohnt

Wer ein Terrassendach mit VSG-Glas hat, kennt das Phänomen: Im Mai ist die Terrasse paradiesisch, im Juli wird sie bei direkter Südausrichtung zur Sauna. Das Glas absorbiert einen Teil der Sonnenstrahlung und gibt sie als langwellige Wärmestrahlung in den Raum unter dem Dach ab — der sogenannte Treibhauseffekt im Kleinen. Ohne Beschattung kann sich der Bereich unter einem Südglasdach an einem heißen Augustmittag um 8 bis 12 Grad gegenüber dem Außenraum aufheizen.

Eine Unterglasmarkise lohnt sich besonders in diesen Konstellationen:

AusgangslageEffekt der Unterglasmarkise (netto Wirkung)
Süd- oder Südwest-orientiertes Glasdach, > 12 m²Senkt Temperatur unter dem Dach um 4–6 °C, blendet Mittags- und Nachmittagssonne
Glasdach mit klarem VSG (kein Sonnenschutzglas)Reduziert Blendung am Esstisch, schützt Polster und Bodenbelag vor Ausbleichen
Terrasse als Homeoffice oder Lese-Ecke genutztMacht Bildschirmarbeit ohne Reflexionen möglich
Gastro-Terrassen mit MittagsbetriebGäste bleiben länger, weil die Mittagshitze nicht mehr vertreibt

Wer ein Terrassendach mit Sonnenschutzglas (z. B. Pyrolytic-beschichtet) hat, profitiert geringer — das Glas selbst reduziert den Strahlungseintrag bereits um 30 bis 50 Prozent. Trotzdem bleibt der Komfortgewinn durch die Beschattung spürbar, vor allem wegen der Blendreduktion.

Eine Faustregel aus 30 Jahren Praxis im Süd­thüringen-Raum: Wenn man im Juli mittags lieber drinnen sitzt als unter dem eigenen Glasdach, ist die Unterglasmarkise die wirtschaftlichste Investition vor der Klimaanlage.

Technik: Wie eine Unterglasmarkise nachgerüstet wird

Die Nachrüstung an einem bestehenden Terrassendach folgt einem klaren Ablauf. Wichtigster Punkt: Die Markise muss zur Statik und zur Profil-Geometrie des bestehenden Daches passen. Markenhersteller wie HELLA oder Brustor liefern Adapter-Profile für die gängigen Konstruktionen, aber jede Maßnahme beginnt beim Aufmaß vor Ort.

Der Ablauf:

  1. Aufmaß. Wir messen Pfetten- und Sparrenabstände, lichte Höhe, Profilbreiten und prüfen, ob seitlich Platz für die Führungsschienen ist. Bei klassischen Aluminium-Profilen ist das in den meisten Fällen kein Problem; bei sehr schmalen oder sehr alten Konstruktionen kann eine Sonderlösung nötig sein.
  2. Tuch- und Antriebs­auswahl. Tuch nach gewünschter Lichtdurchlässigkeit (8–25 Prozent), Farbgebung und Akustik. Antrieb in der Regel als Funkmotor (Somfy io, Becker Centronic) für Smart-Home-Anbindung.
  3. Montage. Führungsschienen werden seitlich am Pfettenrahmen verschraubt; das Markisenkasten-Profil sitzt am hinteren oder vorderen Ende des Daches. Die Stromzuführung erfolgt über ein 230-V-Kabel im seitlichen Profil — bei Bedarf vom Elektriker, oft aber durch unseren Monteur als Bestandsanschluss umgesetzt.
  4. Inbetriebnahme. Endlagen einprogrammieren, Funkfernbedienung anlernen, Sonnen-Wind-Sensor (optional) integrieren.

Der reine Montagetag liegt bei einer Privat­anlage zwischen 4 und 7 Stunden. Wenn die Elektrik vor Ort schon vorbereitet ist (was bei modernen Terrassendächern oft der Fall ist), bleibt es bei einem Tag. Bei Gastro- und Hospitality-Projekten mit mehreren parallelen Markisenfeldern planen wir zwei Monteure und 1,5 bis 2 Tage ein.

Tuche: Welcher Stoff für welche Anforderung

Der Stoff entscheidet über Optik, Lebensdauer und Funktion. Wir verbauen drei Stoffklassen, je nach Einsatzzweck:

Acryl-Markisentuche (Sunbrella, Dolan): Klassische, blickdichte Tuche aus durchgefärbtem Acryl. Lichtdurchlässigkeit 0–3 Prozent (also nahezu komplette Verdunkelung), wasserabweisend, UV-stabil. Ideal für Schlaf- oder Schlafzimmer-Verlängerungen unter dem Dach, oder wenn die Terrasse abends als Heimkino genutzt wird. Lebensdauer 15–20 Jahre, geringe Bleichneigung. Preis-Leistungs-Klasse mittel.

PVC-beschichtete Polyester-Tuche (Ferrari Précontraint, Mehler Valmex): Sehr robust, leicht zu reinigen (auch von Pollenstaub und Algenflug), lichtdurchlässig je nach Variante 5–15 Prozent. Praktisch unempfindlich gegen Feuchtigkeit. Ideal für Gastro, Pool- und Hospitality-Bereiche. Akustisch etwas härter als Acryl. Lebensdauer 15–20 Jahre.

Soltis-Glasfaser-Funktionsstoffe (Serge Ferrari Soltis 86, 92, Perform): Microperforiert, das heißt Sonne wird zu 92–95 Prozent zurückgeworfen, gleichzeitig bleibt der Blick nach draußen klar — vergleichbar mit einer fein­gewebten Sonnenbrille. Lichtdurchlässigkeit 8–14 Prozent. Klare Empfehlung für moderne Architektur, große Glas­dächer und Räume, die nicht verdunkelt werden sollen. Preisklasse oben, Lebensdauer 20–25 Jahre.

Für die meisten Privat­projekte im Raum Meiningen, Suhl, Schmalkalden, Coburg empfehlen wir Soltis 92 in einer warmgrauen Farbe (RAL 7012) — diese Variante harmoniert sowohl mit anthrazit- als auch mit weiß­beschichteten Aluminium­profilen, blendet zuverlässig und vergilbt selbst nach 15 Sommern kaum sichtbar.

Steuerung: Was eine Unterglasmarkise heute kann

Die Zeit der reinen Kurbelmarkisen ist im Glasdach-Bereich vorbei. Eine Unterglasmarkise wird heute über einen Funkmotor gesteuert, ergänzt durch Sensorik für Sonne und Wind.

Standard-Steuerung. Funk-Handsender (z. B. Somfy Telis 4 io oder Becker Centronic), zwei bis vier Kanäle für mehrere Markisenfelder. Reicht für die meisten Privat­anwendungen.

Sonnen-Wind-Sensorik. Ein kleiner Sensor an der Außenwand misst Sonnen­einstrahlung und Windgeschwindigkeit. Bei programmierter Schwelle fährt die Markise automatisch aus (Sonne) oder ein (Wind). Letzteres ist im Unterglas­bereich weniger kritisch als bei Aufdach- oder Gelenkarmmarkisen, weil das Glasdach den Wind abfängt — wir setzen die Wind­schwelle hier eher als Schutz für offene Glas­schiebe­anlagen ein.

Smart-Home-Anbindung. Über einen Hub (Somfy TaHoma, Hörmann homee) lässt sich die Markise in das Hausnetz integrieren — Sprach­steuerung über Alexa oder Google, Zeitprogramme, Verknüpfung mit Wetterdiensten. Bei Neubau-Projekten ist das mittlerweile Standard, bei Nachrüstungen rüsten wir es auf Wunsch nach.

Sicherheits­funktionen. Endlagen­überwachung, Hindernis­erkennung, Lautstärke­begrenzung beim Einfahren. Premium-Antriebe wie Somfy Sonesse io fahren so leise, dass eine Unterhaltung am Tisch nicht unterbrochen wird.

Preise: Womit Privat­kunden im Raum Südthüringen rechnen müssen

Eine seriöse Preis­einschätzung lässt sich nur nach Aufmaß abgeben. Trotzdem hier die Größenordnung, mit der Privat­kunden im 100-Kilometer-Radius um Meiningen für eine Nachrüstung kalkulieren können — alle Preise als Nettopreis (ohne Umsatzsteuer):

Anlagen­größeTuch und AusstattungRichtwert netto, inkl. Montage
12–18 m² (Standard­terrasse)Soltis 92, Funkantrieb, 1 Sensor4.800–6.800 €
18–28 m² (große Terrasse)Soltis 92 oder Acryl, Funkantrieb, 2 Sensoren6.800–9.500 €
> 28 m² oder SonderlösungMehrere Markisenfelder, Smart-Home-Anbindung9.500–14.000 €
Gastro / Hospitality (3+ Felder, > 60 m²)PVC-beschichtetes Polyester, zentrale Steuerungab 14.000 €, projektspezifisch

Was den Preis nach oben zieht: Sonderfarben außerhalb des Standard­sortiments, Heizstrahler-Integration, mehrere parallele Felder mit synchronisierter Steuerung, sehr lange Wege für die Stromzuführung. Was Spielraum schafft: Wenn die Elektrik bereits vorhanden ist und das vorhandene Profil­system die direkte Adapter­montage erlaubt.

Für viele Kunden steht die Frage im Raum, ob sich die Investition gegenüber einer mobilen Lösung (Sonnensegel, Sonnenschirm) rechnet. Die ehrliche Antwort: Eine Unterglasmarkise ist teurer, aber sie ist auch die einzige Lösung, die zuverlässig funktioniert, wartungsarm ist und die Immobilie aufwertet. Wer die Terrasse weniger als 20 Mal im Jahr nutzt, ist mit dem mobilen Sonnenschirm besser bedient. Wer die Terrasse als Wohnraum versteht und sie 100+ Tage im Jahr nutzt, hat die Markise nach drei bis fünf Jahren herein­geholt — gemessen an Polster­wechseln, Bodenausbleichen und nicht genutzten Sommer­tagen.

Aufdach, Unterglas, ZIP-Screen — wann was?

Glasdach-Besitzer fragen oft, ob die Aufdachmarkise nicht effektiver wäre. Sie ist es — physikalisch. Und sie hat ihren Platz: bei sehr großen Süd-Glasdächern in windgeschützten Lagen, bei Gastronomie-Bereichen mit hohen Komfortansprüchen, oder wenn eine maximale Reduktion der Wärmestrahlung gewünscht ist.

Drei Kriterien helfen bei der Entscheidung:

Wind­exposition. Liegt das Grundstück windexponiert (Höhenlage, freies Feld, Süd­hang im Rhön-Vorland), spricht das stark für Unterglas. Die Markise ist windgeschützt und hält länger.

Optik. Eine Unterglasmarkise verschwindet bei eingefahrenem Tuch fast vollständig — der Blick auf das Dach bleibt frei. Eine Aufdachmarkise sitzt sichtbar oben auf dem Profil und verändert die Außen­ansicht.

Hitze­schutz. Wenn der reine Hitze­schutz im Vordergrund steht und Wind kein Thema ist, ist die Aufdachmarkise klar überlegen. Sie fängt die Sonne ab, bevor sie das Glas erwärmt.

ZIP-Screens sind die dritte Variante — sie sitzen seitlich an der Terrasse und schützen vor tief stehender Morgen- oder Abend­sonne sowie vor Seiten­wind. Eine Unterglasmarkise und seitliche ZIP-Screens kombinieren sich gut: oben gegen Mittags­sonne, seitlich gegen tief stehende Sonne und Zugluft. Wir setzen diese Kombination häufig bei Gastro­terrassen und größeren Privat­projekten ein.

Eine Lamellen­dach-Lösung wie das Brustor B600 S ist die Alternative, wenn das Glasdach selbst zur Diskussion steht. Wer noch nicht baut, sollte die Frage „Glasdach plus Unterglas­markise” gegen „Lamellendach von Anfang an” abwägen — das B600 S erlaubt stufenlose Beschattung, Belüftung und Regen­schutz in einer einzigen Konstruktion und ist im Lebens­zyklus oft die elegantere Lösung. Wer aber schon ein Glasdach besitzt, ist mit der Unterglas­markise die wirt­schaftlich vernünftige Antwort.

Regional: Was wir aus 30 Jahren Süd­thüringen-Praxis mitgenommen haben

Bauelemente Stefan Götz montiert seit 1996 Beschattungs­lösungen im Raum Meiningen, Suhl, Schmalkalden, Bad Salzungen, Coburg, Eisenach und bis nach Fulda und Bamberg. Aus dieser Zeit ein paar regional spezifische Hinweise.

Schneelast spielt für die Markise selbst keine Rolle, weil sie unter dem Glas sitzt. Wichtig ist sie aber für das Glasdach, an dem die Markise verankert wird. Schneelast­zone 2a (Meiningen, Suhl, Schmalkalden) und 2 (höhere Lagen Richtung Rhön und Thüringer Wald) bedeuten Regel­schneelasten von 0,85 bis 1,1 kN/m². Wer das Aufmaß der Markise mit einer statischen Nach­rechnung des Daches verbindet, schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe — wir bieten das auf Wunsch mit an.

Wind aus Westen ist im Werra­tal und im Coburger Land der Haupttreiber. Eine seitlich offene Terrasse mit reiner Aufdach­markise wird im Frühjahr und Herbst zum Risikofall. Unterglas plus seitlicher ZIP-Screen ist hier die ruhigere Lösung.

Pollenflug Mitte Mai (Birken, Gräser) setzt sich auf horizontalen Glasflächen fest. Eine Unterglas­markise muss in der Pollen­zeit nicht häufiger gereinigt werden, weil sie unter dem Glas sitzt — das ist ein Pluspunkt gegenüber der Aufdach­variante, die jährlich zu reinigen ist.

Genehmigung. Eine Unterglas­markise ist in Thüringen, Bayern und Hessen genehmigungs­frei, solange sie an einer bereits genehmigten Konstruktion (dem Terrassendach) ergänzt wird. Bei Eigentümer­gemeinschaften (Wohnungs­eigentum, Reihen­häuser mit Sonder­nutzung) braucht es manchmal die Zustimmung der WEG — das ist aber ein formaler Schritt, kein bauordnungs­rechtlicher.

Wartung und Lebens­dauer

Eine Unterglas­markise ist die wartungs­ärmste Beschattungs­lösung im Markt. Weil das Tuch nicht der Witterung ausgesetzt ist, reicht in den meisten Fällen ein Sicht­check pro Jahr (Funktion, Endlagen, Tuch­spannung) und eine Tuch­reinigung alle drei bis fünf Jahre (warmes Wasser, weicher Lappen, keine aggressiven Reiniger). Die Mechanik der Führungs­schienen läuft typischer­weise 20+ Jahre wartungs­frei; der Antrieb hat eine Lebens­dauer von 15 bis 20 Jahren.

Wartungs­verträge bieten wir für alle Dachtypen an — die Pakete und Preise sind aktuell in Ausarbeitung. Konkret vereinbaren wir die Wartung individuell im Rahmen des jeweiligen Projekts; Details und Paket­strukturen folgen in einem separaten Beitrag.

Ablauf bei Bauelemente Stefan Götz

Wer eine Unterglas­markise in Erwägung zieht, durchläuft bei uns drei Stationen:

  1. Showroom­besuch in Meiningen (Luisenstraße 3, Donnerstag 9–17 Uhr und nach Vereinbarung). Hier sehen Kunden ein Brustor-Lamellendach und Unterglas­markisen mit verschiedenen Tuchen live. Wir erklären den Unterschied zwischen Acryl, PVC-Polyester und Soltis-Funktions­stoffen am tatsächlichen Material — das ist wesentlich aussage­kräftiger als jeder Katalog­auszug.
  2. Aufmaß vor Ort, in der Regel innerhalb von zwei Wochen. Wir nehmen Profile, Höhen, Strom­anschluss­lage und gewünschte Bedienung auf, fotografieren die Konstruktion und planen Tuch­breite und Antrieb.
  3. Angebot mit Festpreis netto, gültig 60 Tage. Bei Auftrags­erteilung Lieferzeit von 4 bis 6 Wochen für Standard­farben, 8 bis 10 Wochen für Sonderfarben. Montage an einem Tag (Privat) oder 1,5 bis 2 Tagen (Gastro / Mehrfeld­anlagen).

Privat­projekte liegen typischer­weise zwischen 5.000 und 12.000 € netto. Für Gastro- und Hospitality-Projekte (Hotels, Restaurants, Beach-Clubs in Deutschland und im Mittelmeerraum) erstellen wir individuelle Konzepte — auch hier sind wir seit über 20 Jahren mit größeren Anlagen aktiv, unter anderem regelmäßig in Kroatien.

Häufige Fragen (FAQ)

Wie lange dauert die Nachrüstung einer Unterglasmarkise an einem bestehenden Terrassendach? Vom ersten Showroom­besuch bis zur betriebs­bereiten Anlage rechnen wir 6 bis 8 Wochen — Aufmaß, Angebot, Tuch­fertigung und Montage zusammen. Die reine Montage selbst dauert einen Tag.

Funktioniert eine Unterglasmarkise auch bei Glasdächern mit Doppelsteg­platten? Wir bauen aus Qualitäts­gründen keine Terrassendächer mit Doppelsteg­platten — die Konstruktion hat zu große Nachteile (Vergilbung, Regen­lärm, kürzere Lebens­dauer) für eine Premium­lösung. Eine Nachrüstung an einem bestehenden Polycarbonat-Dach ist technisch möglich, wir empfehlen sie aber nicht: Das Dach selbst ist meist die größere Schwach­stelle.

Lässt sich die Markise mit einem Heizstrahler kombinieren? Ja, in der Regel ohne Probleme. Wichtig ist nur, dass der Heizstrahler so montiert wird, dass das ausgefahrene Tuch ihn nicht berührt — Mindest­abstand 50 cm. Bei Brustor-Lamellen­dächern (B600 S) sind Heizstrahler-Halterungen direkt im Profil vorgesehen; bei klassischen Glas­dächern montieren wir den Strahler an der Hauswand oder am hinteren Pfetten­profil.

Was passiert mit der Markise bei einem Hagel- oder Sturm­ereignis? Weil das Tuch unter dem Glas sitzt, ist es vor Hagel komplett geschützt. Wind ist im Unterglas­bereich kein nennens­wertes Thema, weil das Glasdach den Wind abfängt — wir setzen Wind­sensoren hier eher als Komfort­funktion bei automatisch gesteuerten Anlagen ein.

Kann die Markise bis zur Hauswand fahren oder bleibt am Ende ein Spalt? In der Regel fährt das Tuch bis zum hinteren oder vorderen Ende des Profil­systems — also bis zur Hauswand bzw. zur Sparren­front. Ein kleiner Schatten­spalt von 5 bis 10 cm bleibt durch das Markisen­kasten-Profil; das ist konstruktions­bedingt und stört in der Praxis nicht.

Wie laut ist der Antrieb beim Aus- und Einfahren? Standard­antriebe (Somfy LT, Becker P) liegen bei 50 bis 55 dB(A) — vergleichbar mit einem ruhigen Gespräch. Premium­antriebe wie Somfy Sonesse io fahren mit unter 45 dB(A) so leise, dass am Tisch normal weiter­geredet werden kann.

Lohnt sich Soltis 92 gegenüber einem klassischen Acryl­tuch? Bei modernen Architekturen mit großer Glas­fläche fast immer ja — Soltis hält den Blick nach draußen frei und blendet trotzdem zuverlässig. Bei eher traditionellen Terrassen mit Wunsch nach satter Schatten­optik ist Acryl die wärmere Wahl.

Kann ich die Markise später um Smart-Home-Funktionen erweitern? Ja, sofern beim Erstein­bau ein Funkantrieb (Somfy io oder Becker Centronic) gewählt wurde. Die Anbindung an einen Hub (Somfy TaHoma, Hörmann homee) lässt sich jederzeit nach­rüsten. Wir wählen daher heute praktisch nur noch Funk­antriebe — auch wenn der Kunde aktuell kein Smart Home plant.

Welche Garantie gibt es auf Tuch und Antrieb? Auf das Tuch leisten die Markenhersteller (Serge Ferrari, Sunbrella, Mehler) 5 Jahre Vollgarantie gegen Material- und Verarbeitungs­fehler. Auf den Antrieb leisten Somfy und Becker 5 Jahre. Die übliche Lebens­dauer im praktischen Einsatz liegt deutlich darüber.

Können auch Mehr­familien­häuser oder Eigentümer­gemeinschaften nachrüsten? Technisch ja. Formal braucht es bei Wohnungs­eigentum die Zustimmung der WEG — wir liefern auf Wunsch eine Beschluss­vorlage mit Skizze, Kosten­auf­stellung und Montage­plan, die Eigentümer­versammlungen die Entscheidung erleichtert.

Showroom-Besuch und nächste Schritte

Eine Unterglas­markise ist eine Investition, die sich nur live richtig beurteilen lässt — Tuchfarbe, Lichtqualität und Bedienkomfort werden in keinem Katalog so ehrlich gezeigt wie im Showroom. In unserer Ausstellung in der Luisenstraße 3 in Meiningen können Sie ein Brustor-Lamellendach (B600 S) und Unterglas­markisen mit Soltis- und Acryl­tuchen direkt erleben — bei normalem Tageslicht, im ausgefahrenen und im eingefahrenen Zustand.

Termin direkt vereinbaren: Telefon 03693 5486 333 oder per Mail an s.goetz@terrassendach.one. Donnerstag ist der reguläre Showroom-Tag (9–17 Uhr), an allen anderen Tagen kommen wir nach Vereinbarung. Aufmaß­termine vereinbaren wir innerhalb von zwei Wochen, das Angebot folgt typischer­weise eine Woche später.

Wer schnell ist, hat die Markise rechtzeitig zum Hochsommer 2026 montiert.

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