Das Brustor B200 ist das Lamellendach, das wir bei Bauelemente Stefan Götz im Privatkundenbereich am häufigsten planen — eine freistehende oder wandgebundene Aluminiumkonstruktion mit drehbaren, regendichten Lamellen, die sich von voll geschlossen bis komplett offen in jedem Winkel positionieren lassen. Wer eine Terrasse zwischen 12 und 35 Quadratmetern überdachen will, dabei flexible Beschattung und Belüftung verbindet, regendicht bleibt und in zwanzig Jahren noch eine wartungsarme Konstruktion haben möchte, kommt um das B200 schwer herum. Brustor ist belgischer Premium-Hersteller, wir sind seit Jahren Premium Partner — das heißt höchste Händlerstufe, direkter Werkskontakt und volle Garantieabwicklung über uns. Dieser Beitrag zeigt, wofür das B200 gemacht ist, wo seine Grenzen liegen, was ein Privatprojekt im 100-Kilometer-Radius um Meiningen netto kostet und worauf bei der Planung zu achten ist. Alle Preisangaben sind Nettopreise.
Was das Brustor B200 von anderen Lamellendächern unterscheidet
Ein Lamellendach ist im Kern eine Aluminiumkonstruktion mit einem Dach aus drehbaren, motorisierten Lamellen. Geschlossen ergeben die Lamellen eine wasserdichte Fläche; geöffnet lassen sie Licht, Luft und den Blick auf den Himmel durch. Klingt einfach — die Unterschiede zwischen Herstellern stecken in der Profil-Geometrie, der Lamellen-Mechanik, der Entwässerung und der Verarbeitungspräzision.
Das Brustor B200 setzt drei Akzente, die in der Praxis spürbar sind. Erstens die Lamellen selbst: doppelwandiges, stranggepresstes Aluminiumprofil mit eingebauter Geräuschdämpfung in den Drehlagern. Im Regen klingt ein B200 deutlich leiser als günstigere Lamellendächer aus dünneren Hohlprofilen — wer auf der Terrasse einen Kaffee trinkt, während draußen ein Sommergewitter durchzieht, hört das im Hintergrund, nicht im Vordergrund.
Zweitens die Entwässerung. Jede Lamelle leitet das Wasser über eine integrierte Rinne in die seitlichen Trägerprofile. Von dort fließt es über versteckte Fallrohre in den Stützen ab — keine außenliegenden Regenrinnen, kein sichtbares Tropfwasser, im Winter kein Eisansatz an offenen Rinnen. Brustor hat dieses System über drei Konstruktionsgenerationen entwickelt, das B200 ist die ausgereifte Variante daraus.
Drittens die Endposition. Geschlossene Lamellen bilden eine satte, lückenlose Dichtungslinie — dafür sind die Lamellen mit elastomeren Dichtungsstreifen an den Längskanten ausgestattet, die unter dem Anpressdruck leicht verformen und so auch bei minimalen Fertigungstoleranzen den Wasserablauf sauber kanalisieren. Wer schon einmal unter einem schlecht geschlossenen Lamellendach gestanden ist und an den Stoßstellen Wasserperlen heruntertropfen sehen hat, weiß, warum dieses Detail entscheidet.
Wann das B200 die richtige Wahl ist — und wann nicht
Das B200 ist Brustors Standardmodell für die Privatterrasse. Es lohnt sich besonders in diesen Konstellationen:
| Ausgangslage | Warum das B200 passt |
|---|---|
| Terrasse 12–35 m² am Wohnhaus, wandgebunden oder freistehend | Standard-Größenbereich des Systems, exzellent eingespielt |
| Wunsch nach täglicher Nutzung von Mai bis September, an warmen Tagen geöffnet | Lamellen bewegen sich in Sekunden, kein Auf- und Abrüsten |
| Mischklima — Sonne, Wind, Regen wechseln tagsüber | Reagiert in Echtzeit, optional mit Wettersensor |
| Wunsch nach freiem Himmelsblick wenn geöffnet | Lamellen öffnen vollständig, Sicht nach oben bleibt |
| Wunsch nach Regenschutz bei plötzlichem Wetterumschlag | Schließt automatisch über Funksender oder Sensor |
Wann das B200 nicht die richtige Lösung ist: Bei sehr großen Spannweiten über fünf Meter ohne Mittelstütze sprechen wir über das Brustor B300 mit verstärkter Profilreihe oder über die Brustor Twinstar als Mehrfeld-Lösung. Bei Gastronomieprojekten mit hohem Komfortanspruch und großen Flächen ebenfalls — dort entscheidet die Statik, nicht der Preis. Wer ausschließlich Regenschutz braucht und auf Lichtdurchlässigkeit verzichten kann, ist mit einem geschlossenen Aluminiumdach günstiger bedient — wir empfehlen das aber nur selten, weil die Flexibilität des Lamellensystems der Hauptgewinn ist.
Wer noch unsicher ist, ob ein Lamellendach oder ein klassisches Glasdach mit Unterglasmarkise besser passt, findet im Beitrag vom 10. Mai zur Unterglasmarkise als Nachrüstung die andere Seite des Vergleichs.
Konstruktion und Material — was unter der Pulverbeschichtung steckt
Der Rahmen des B200 besteht aus stranggepresstem, pulverbeschichtetem Aluminium. Brustor bietet das System in zwölf Standardfarben (RAL 7016 Anthrazitgrau, RAL 9016 Verkehrsweiß und RAL 9007 Graualuminium sind in unserem Showroom in Meiningen physisch sichtbar) sowie in Sonderfarben gegen Aufpreis und Lieferzeitverlängerung.
Die Lamellen sind 22 Zentimeter breit, doppelwandig, mit ca. 6 Zentimetern Bauhöhe. Sie sind drehbar über einen Bereich von etwa 160 Grad — von fast vertikal geschlossen bis fast horizontal geöffnet. Der Antrieb sitzt in einem der seitlichen Trägerprofile und treibt alle Lamellen synchron über eine interne Mechanik an; es gibt also nicht für jede Lamelle einen einzelnen Motor, sondern einen zentralen, leistungsstarken Antrieb pro Feld.
Die Stützen sind in zwei Standardvarianten verfügbar — 15 x 15 Zentimeter für Standardspannweiten, 20 x 20 Zentimeter für größere Felder oder freistehende Konstruktionen. Die Fundamentplatte aus Stahl wird in der Regel direkt auf eine bestehende Terrassenplatte aufgeschraubt; bei Neubauten gießen wir einzelne Punktfundamente nach statischer Vorgabe.
Die maximalen Standardfeldgrößen liegen bei rund 4,3 x 6 Metern für ein einzelnes Feld — größer geht über Mehrfeldlösungen mit Mittelstützen, was wir im Privatbereich allerdings selten brauchen, weil ein einzelnes Feld in dieser Größenordnung in der Regel ausreicht.
Optionen: Beleuchtung, Heizstrahler, Seitenelemente
Das B200 ist kein nacktes Dach, sondern eine Plattform für Erweiterungen. Die drei häufigsten Optionen in unseren Projekten:
Integrierte LED-Beleuchtung. Dimmbare warmweiße LED-Streifen werden direkt in die Lamellenränder eingebaut. Die Beleuchtung ist nicht punktuell wie ein Strahler, sondern flächig und weich — eine Terrasse mit eingebauter LED-Beleuchtung wirkt abends wie ein Wohnzimmer mit indirekter Beleuchtung. Steuerung über Funk und Smart Home, Dimmbereich 10–100 Prozent, Lebensdauer 30.000 bis 50.000 Stunden. Preisaufschlag ca. 1.200–2.000 € netto je nach Feldgröße.
Heizstrahler-Halterungen. Brustor sieht in den Profilen direkt verschraubbare Halterungen für Heizstrahler vor. Wir bevorzugen Infrarot-Dunkelheizstrahler (Modelle wie Heatscope Vision oder Bromic), die im Gegensatz zu Hellstrahlern angenehm gleichmäßig wärmen, ohne zu blenden. Mit zwei Heizstrahlern verlängert sich die Nutzungssaison um rund sechs bis acht Wochen pro Jahr — also vier Wochen Frühling, vier Wochen Herbst zusätzlich. Preisaufschlag inklusive Strahler und Steuerung 1.500–3.500 € netto.
Seitenelemente — Glasschiebewände oder ZIP-Screens. Wer das B200 zur halbgeschlossenen Outdoor-Lounge ausbauen will, kombiniert es mit seitlichen ZIP-Screens oder Glasschiebeelementen. ZIP-Screens fahren senkrecht in seitlichen Führungsschienen, halten Wind und tief stehende Sonne ab und sind windfest bis Klasse 6. Glasschiebewände schließen die Terrasse zum kalten Raum hin ab — geeignet für ganzjährige Nutzung als ungenutzter, frostfreier Aufenthaltsbereich. Beide Optionen lassen sich nachträglich ergänzen, müssen aber statisch beim Aufmaß bereits eingeplant werden, damit die Profile später passen.
Steuerung — von der einfachen Funkfernbedienung bis zum Smart Home
Standardmäßig wird das B200 über eine Funkfernbedienung gesteuert. Brustor setzt auf eigene Funksysteme; wir verbauen alternativ Somfy io oder Becker Centronic, weil diese Systeme die spätere Smart-Home-Anbindung erleichtern.
Drei Steuerungsstufen lassen sich auswählen:
Basis. Funk-Handsender für Öffnen, Schließen, Lamellenwinkel einstellen. Eine Speichertaste für eine Lieblingsposition (typisch 45 Grad Schräglage am Nachmittag). Reicht für die meisten Privatkunden.
Mit Wettersensor. Ein kombinierter Sonnen-Regen-Wind-Sensor an der Außenkante des Daches misst die drei Parameter in Echtzeit und schließt die Lamellen bei Regen oder Sturm automatisch. Das ist die Empfehlung für alle, die nicht jederzeit zuhause sind oder vergessen können, das Dach manuell zu schließen. Die Sensorik kostet etwa 350–600 € netto Aufpreis und verlängert die Lebensdauer der gesamten Anlage spürbar.
Smart Home. Über einen Hub (Somfy TaHoma, Hörmann homee) lässt sich das Dach in das Hausnetz integrieren — Sprachsteuerung über Alexa, Google oder Apple Home, Zeitprogramme, Verknüpfung mit Wetterdiensten, Szenen wie „Abendessen draußen” (Dach 30 Grad geöffnet, LED auf 70 Prozent, Heizstrahler an). Die Anbindung kostet je nach Komplexität 400–900 € netto zusätzlich zum Hub.
Wir wählen heute praktisch nur noch Funkantriebe, auch wenn der Kunde aktuell kein Smart Home plant — nachträglich rüstet sich die Anbindung in einer Stunde nach, eine Hardware-Festverdrahtung lässt sich später nicht mehr nachholen.
Preise — womit Privatkunden im Raum Südthüringen rechnen müssen
Eine seriöse Preiseinschätzung lässt sich nur nach Aufmaß abgeben, weil Statik, Stromzuführung, Fundament und Sonderoptionen den Preis stark beeinflussen. Trotzdem hier die Größenordnung, mit der Privatkunden im 100-Kilometer-Radius um Meiningen kalkulieren können — alle Preise als Nettopreis, inklusive Lieferung, Montage und Inbetriebnahme:
| Feldgröße | Ausstattung | Richtwert netto |
|---|---|---|
| 3,5 x 4 m (14 m²), wandgebunden | Standardfarbe, Funkantrieb | 11.500–14.500 € |
| 4 x 5 m (20 m²), wandgebunden | Standardfarbe, Funk + Wettersensor | 14.500–18.500 € |
| 4 x 5 m (20 m²), wandgebunden, mit LED | Wie oben + integrierte LED-Beleuchtung | 16.500–20.500 € |
| 4,3 x 6 m (25,8 m²), freistehend | Vier Stützen, Funk + Wettersensor | 18.500–24.000 € |
| 4,3 x 6 m, vollausgestattet | + LED + Heizstrahler + Smart Home | 22.500–28.500 € |
Was den Preis nach oben zieht: Sonderfarben außerhalb des Standardsortiments (zwei bis vier Wochen längere Lieferzeit, 8–15 Prozent Aufpreis), aufwendige Fundamente bei Hanglage oder weichem Untergrund, lange Stromwege bei freistehenden Konstruktionen, ZIP-Screens oder Glasschiebewände als Erweiterung. Was Spielraum schafft: vorhandener Stromanschluss am Montageort, ebene und tragfähige Terrassenplatte, Standardfarbe.
Der typische Privatauftrag bei uns liegt bei rund 21.000 € netto. Das entspricht ungefähr einer 4 x 5 Meter wandgebundenen Anlage in Standardfarbe mit Wettersensor und LED-Beleuchtung — die in den meisten Fällen geplante Standardkonfiguration für den ernsthaft genutzten Privatgarten.
Montage — Ablauf und Lieferzeit
Vom ersten Showroombesuch bis zur betriebsbereiten Anlage rechnen wir mit 8 bis 12 Wochen in Standardfarbe und 12 bis 16 Wochen bei Sonderfarben oder besonderer Konstruktion. Der Großteil dieser Zeit entfällt auf die Werksfertigung in Belgien — Brustor produziert auftragsbezogen, nicht aus dem Lager.
Der Ablauf:
- Showroombesuch in Meiningen. Luisenstraße 3, Donnerstag 9–17 Uhr und nach Vereinbarung. Hier zeigen wir das B200 live — Lamellen schließen, öffnen, in Schrägstellung; Farbmuster, LED-Effekt, Bedienung. Das ist die Grundlage für die spätere Entscheidung.
- Aufmaß vor Ort. Innerhalb von zwei Wochen nach Showroombesuch. Wir nehmen Wandbeschaffenheit, Profilgeometrie, Hausanschlusspunkte, Stromzuführung, Terrassenuntergrund und Statikbedingungen auf. Bei freistehenden Konstruktionen prüfen wir, ob Punktfundamente nötig sind oder die Bodenplatte ausreichend tragfähig ist.
- Festpreis-Angebot netto, gültig 60 Tage. Inklusive aller Optionen, der gewählten Farbe und einem klaren Lieferterminfenster.
- Werksfertigung und Lieferung. In der Regel 6 bis 10 Wochen.
- Montage. Ein Standardfeld wird in 1 bis 1,5 Arbeitstagen durch zwei Monteure montiert. Bei Mehrfeldanlagen oder bei freistehender Konstruktion auf Punktfundamenten rechnen wir 2 bis 3 Tage. Smart-Home-Integration und LED-Inbetriebnahme erfolgen am letzten Montagetag.
- Übergabe und Einweisung. Bedienung, Wartungshinweise, Garantieunterlagen.
Wir montieren mit eigenen Monteuren, keine Subunternehmer — das ist einer der Gründe, warum unsere Lieferketten in den letzten Jahren stabil geblieben sind, auch in Phasen mit Materialknappheit oder Personalengpässen anderswo.
Regional: Wetter und Genehmigung im Südthüringen-Raum
Wer im 100-Kilometer-Radius um Meiningen ein B200 plant, sollte zwei regionale Faktoren mitdenken — Wind und Schneelast. Drittens kommt die Genehmigungsfrage.
Schneelast. Meiningen, Suhl, Schmalkalden liegen in Schneelastzone 2a (Regelschneelast 0,85 kN/m²), höhere Lagen Richtung Rhön und Thüringer Wald in Zone 2 (1,1 kN/m²) oder höher. Das B200 ist statisch für die Standardzonen ausgelegt, bei höheren Lagen prüfen wir individuell, ob die Konstruktion zusätzliche Verstärkung braucht. Die Lamellen selbst werden bei Schnee in eine leichte Schräglage gefahren, sodass der Schnee abrutscht — wir programmieren die Position als „Winterstellung” in die Steuerung ein.
Wind. Das B200 ist windklassifiziert nach EN 13561. In windexponierten Lagen — Höhenlagen, freies Feld, Südhänge im Rhön-Vorland — empfehlen wir den Wettersensor verpflichtend. Westwind im Werra-Tal und im Coburger Land ist der Hauptauslöser, vor allem im Frühjahr und Herbst. Bei Sturmböben fährt das Dach automatisch in die geschützte Position.
Genehmigung. In Thüringen, Bayern und Hessen sind Lamellendächer als Terrassenüberdachungen je nach Größe verfahrensfrei oder verfahrenspflichtig. In Thüringen ist die Grenze 30 m² Grundfläche und 3 m Höhe — darunter in der Regel verfahrensfrei. In Bayern liegt die Grenze bei 30 m² Grundfläche und 75 m³ Bruttorauminhalt. Wir klären die konkrete Situation für jede Adresse beim Aufmaß und liefern auf Wunsch die statische Nachrechnung und die Unterlagen für eine eventuelle Genehmigung mit.
Garantie und Wartung
Brustor gibt auf das B200 fünf Jahre Vollgarantie auf Konstruktion und Pulverbeschichtung, zwei Jahre auf Motor und Elektronik. Die übliche Lebensdauer der Konstruktion im praktischen Einsatz liegt deutlich darüber — wir haben Anlagen im Bestand, die seit über 15 Jahren ohne Störungen laufen.
Wartungstechnisch ist das B200 anspruchslos. Die Mechanik der Lamellen läuft in geschlossenen Aluminiumlagern und braucht keine Schmierung. Ein jährlicher Sichtcheck der Entwässerung (Laub aus den Trägerprofilen entfernen, Sensorlinsen säubern) und eine Reinigung der Lamellen alle ein bis zwei Jahre reichen aus.
Wartungsverträge bieten wir für alle Dachtypen an — die Pakete und Preise sind aktuell in Ausarbeitung. Konkret vereinbaren wir die Wartung individuell im Rahmen des jeweiligen Projekts; Details und Paketstrukturen folgen in einem separaten Beitrag.
Showroom-Besuch und nächste Schritte
Ein Brustor B200 lässt sich nicht im Katalog beurteilen. Lamellenbewegung, Materialhaptik, Profilfarbe im Tageslicht, LED-Effekt am Abend — das alles entscheidet sich live. In unserer Ausstellung in der Luisenstraße 3 in Meiningen zeigen wir ein voll funktionsfähiges B200 inklusive integrierter LED-Beleuchtung und Wettersensorik. Sie sehen die Mechanik in Echtzeit, prüfen die Farbmuster gegen Ihre Hauswand und entscheiden ohne Verkaufsdruck.
Termin direkt vereinbaren: Telefon 03693 5773951 oder per Mail an s.goetz@terrassendach.one. Donnerstag ist der reguläre Showroom-Tag (9–17 Uhr), an allen anderen Tagen kommen wir nach Vereinbarung. Aufmaßtermine vereinbaren wir innerhalb von zwei Wochen, das Festpreis-Angebot folgt etwa eine Woche später.
Wer im Mai entscheidet, hat das B200 in der Regel im Hochsommer 2026 montiert.
Häufige Fragen (FAQ)
Was unterscheidet das Brustor B200 vom B300? Das B300 ist die nächstgrößere Brustor-Baureihe — verstärkte Profilreihe, größere maximale Spannweiten (bis 6 x 7 m im Einzelfeld), höhere Windklasse, mehr Optionen für Sonderfarben und integrierte Erweiterungen. Für Privatterrassen bis 25 m² ist das B200 in den meisten Fällen die richtige Wahl; bei größeren Flächen oder Gastronomieprojekten sprechen wir über das B300.
Wie laut ist das B200, wenn die Lamellen geschlossen werden? Der Antrieb läuft mit etwa 45–50 dB(A) — vergleichbar mit einem ruhigen Gespräch. Das Geräusch dauert beim Schließen rund 12 bis 15 Sekunden. Bei geöffnetem Dach im Regen ist das Trommeln auf den Lamellen hörbar, aber durch die Geräuschdämpfung in den Drehlagern deutlich gedämpfter als bei dünnwandigen Lamellendächern.
Funktioniert das B200 auch bei starkem Schneefall in Höhenlagen? Ja, sofern die Konstruktion für die regionale Schneelastzone ausgelegt ist. Wir prüfen das beim Aufmaß. In Zone 2 (Höhenlagen Rhön, Thüringer Wald) verstärken wir bei Bedarf die Profilreihe. Die Lamellen werden bei Schneefall in eine Winterstellung gefahren, in der der Schnee abrutscht — die Position lässt sich in die Steuerung programmieren.
Brauche ich für ein B200 in Thüringen eine Baugenehmigung? In Thüringen sind Terrassenüberdachungen bis 30 m² Grundfläche und 3 m Höhe in der Regel verfahrensfrei. In Bayern liegt die Grenze bei 30 m² Grundfläche und 75 m³ Bruttorauminhalt. Bei Eigentümergemeinschaften (Wohnungseigentum, Reihenhäuser mit Sondernutzung) braucht es meist die Zustimmung der WEG. Wir klären die konkrete Situation für jede Adresse beim Aufmaß.
Kann ich später ZIP-Screens oder eine Glasschiebewand nachrüsten? Ja, sofern die Profile beim Aufmaß so geplant wurden, dass die Erweiterung statisch passt. Wir empfehlen, die Optionen schon bei der Erstplanung mitzudenken und entsprechende Vorhaltungen in den Profilen vorzusehen — das kostet bei der Erstmontage kaum mehr, spart bei einer späteren Nachrüstung aber 30 bis 50 Prozent der Erweiterungskosten.
Lohnt sich die Wettersensorik wirklich? Bei Privatanwendungen, in denen die Terrasse nicht permanent beaufsichtigt wird — also fast immer —, ja. Eine geöffnete Lamelle in einem unerwarteten Sturm kann den Antrieb mechanisch überlasten. Der Sensor schließt automatisch, bevor das passiert, und verdoppelt damit faktisch die Lebensdauer der Mechanik. Bei 350–600 € netto Aufpreis amortisiert sich der Sensor über die Lebensdauer mehrfach.
Wie lange hält ein Brustor B200 wirklich? Die Konstruktion (Aluminium, pulverbeschichtet, korrosionsgeschützte Drehlager) erreicht in der Praxis Lebensdauern von 25 bis über 30 Jahren bei normaler Wartung. Der Motor wird nach 15 bis 20 Jahren in der Regel präventiv getauscht, was preislich überschaubar ist (Motortausch typisch 600–1.200 € netto). Brustor liefert Ersatzteile noch für deutlich ältere Modelle nach — das ist einer der Vorteile, mit einem etablierten Premium-Hersteller zu planen.
Was kostet die LED-Beleuchtung als nachträgliche Option? Bei einer Nachrüstung der LED-Beleuchtung rechnen wir mit einem Aufpreis von 1.800–2.800 € netto je nach Feldgröße. Beim Ersteinbau ist die LED deutlich günstiger (1.200–2.000 € netto), weil sie direkt in die Lamellenprofile integriert wird. Wenn LED auch nur ansatzweise gewünscht ist, empfehlen wir, sie beim Ersteinbau mitzuplanen.
Funktioniert das B200 mit Apple Home / HomeKit? Direkt nicht — Brustor und Somfy io setzen auf eigene Funkprotokolle. Über einen Hub wie Somfy TaHoma Switch lässt sich die Anlage in HomeKit, Alexa und Google Home gleichzeitig einbinden. Wir richten die Verknüpfung auf Wunsch im Rahmen der Montage ein.
Kann das B200 auch freistehend ohne Hauswand montiert werden? Ja. Die freistehende Variante steht auf vier Aluminiumstützen, die entweder auf einer bestehenden tragfähigen Bodenplatte verschraubt oder auf neu gegossenen Punktfundamenten verankert werden. Die freistehende Lösung ist statisch aufwendiger und entsprechend rund 15 bis 25 Prozent teurer als die wandgebundene Variante, gibt aber gestalterisch maximale Freiheit — etwa als Pool-Überdachung oder Outdoor-Lounge mitten im Garten.
Wer noch unsicher ist, ob ein Brustor B200 oder eine andere Lösung passt, findet im Beitrag vom 10. Mai zur Unterglasmarkise als Nachrüstung an bestehenden Glasdächern die Alternative für alle, die ihre vorhandene Terrassenüberdachung erhalten und ergänzen wollen. In einer der kommenden Wochen erscheint außerdem ein vertiefender Beitrag zu ZIP-Screens als seitlicher Wind- und Sonnenschutz, die sich mit dem B200 hervorragend kombinieren lassen.