Ein Gastro-Terrassendach ist kein größeres Privatprojekt — es ist eine bauliche Erweiterung mit klaren rechtlichen, sicherheitstechnischen und wirtschaftlichen Anforderungen. Baugenehmigung, Fluchtwege, Brandschutz, Ganzjahresnutzung und ein klarer ROI-Kalkül unterscheiden Gastronomie-Projekte grundlegend von Privatterrassen. Dieser Ratgeber fasst zusammen, was wir bei Bauelemente Stefan Götz aus 30 Jahren Praxis mit Gastronomie-Projekten in Deutschland und im Mittelmeerraum wissen — und worauf es bei der Planung wirklich ankommt.
Warum Gastro-Terrassendächer eine eigene Kategorie sind
Der Durchschnittswert für ein Gastronomie-Terrassendach liegt bei Bauelemente Stefan Götz bei rund 65.000 € netto — also dem Dreifachen eines Privatprojekts. Die Gründe:
- Größere Flächen. Statt 12–25 m² privat sind 40–120 m² Standard, bei Beach-Clubs und Hotels auch 200 m² plus.
- Ganzjährige Nutzung. Heizstrahler, Windschutz-Screens, beheizte Böden verlängern die Saison um drei bis fünf Monate — und bezahlen damit die Konstruktion oft in einer einzigen Außensaison.
- Publikumsverkehr. Tragfähigkeiten und Abnahmen sind strenger. Versammlungsstätten-Verordnung, Fluchtwegbreiten und Brandschutz-Nachweise müssen berücksichtigt werden.
- Genehmigungspflicht. Bei Gastronomie fast immer — auch bei geringer Fläche und selbst wenn vergleichbare Privatkonstruktionen verfahrensfrei wären.
- Betriebssicherheit. Ein Gastro-Lamellendach muss im Publikumsbetrieb zuverlässig funktionieren. Wir setzen deshalb ausschließlich robuste Brustor-Systeme ein, die auch nach Jahren ohne besondere Pflege sauber arbeiten.
Kurz: Der Entscheidungsprozess braucht Fachberatung, und der Anbieter muss Referenzen aus dem Gastro-Segment vorweisen können.
Die 4 rechtlichen Grundsäulen
1. Baugenehmigung
In der Gastronomie ist ein Terrassendach nahezu immer genehmigungspflichtig. Grund: Sobald die überdachte Fläche als Außengastronomie genutzt wird, ändert sich die Nutzung des Grundstücks aus bauordnungsrechtlicher Sicht. In den meisten Bundesländern gilt:
- Bei fest verankerter Konstruktion: Baugenehmigung erforderlich.
- Bei temporären Lösungen (rollbare Zelte): oft vereinfachtes Verfahren, aber meist ebenfalls anzeige- oder genehmigungspflichtig.
- In Denkmalschutzgebieten und historischen Innenstädten: zusätzlich denkmalschutzrechtliche Genehmigung.
Planungsphase realistisch einkalkulieren: 6 bis 12 Wochen allein für das Genehmigungsverfahren.
2. Versammlungsstätten-Verordnung (VStättVO)
Sobald eine Außengastronomie regelmäßig von 100 oder mehr Personen gleichzeitig genutzt wird, greifen die Regelungen der Versammlungsstättenverordnung. Wichtige Punkte:
- Fluchtwegbreiten: mindestens 1,20 m pro angefangene 200 Personen, mindestens zwei voneinander unabhängige Fluchtwege.
- Maximale Tischabstände: Gassen zwischen Sitzgruppen müssen frei begehbar bleiben.
- Notausgänge: müssen auch bei geschlossenen Seitenelementen (Screens, Glaswände) jederzeit öffenbar sein.
Bei kleineren Gastronomien (unter 100 Personen) gelten die Grundsätze der MBO (Musterbauordnung) und der Bauordnung des jeweiligen Bundeslandes.
3. Brandschutz
Brandschutzanforderungen hängen ab von Fläche, Personenzahl und Verbindung zum Hauptgebäude:
- Materialien: Aluminium-Tragkonstruktionen sind nicht brennbar (Brandschutzklasse A1). VSG-Glas ist ebenfalls unkritisch. Polycarbonat wäre problematisch — ist aber bei unseren Projekten ohnehin nicht vorgesehen.
- Abstände zu Nachbargebäuden: je nach Landesbauordnung, typisch 5 m ohne Sondermaßnahmen.
- Trennung zum Hauptgebäude: bei Anbau an ein brandgefährdetes Hauptgebäude kann F30/F60-Brandschutz für die Verbindung erforderlich sein.
- Heizstrahler: Abstand zu brennbaren Materialien beachten, bei Gas-Heizstrahlern zusätzliche Sicherheitsprüfungen durch den Schornsteinfeger oder Sachverständigen.
4. Statik und Schneelast
Für Gastronomie-Konstruktionen gilt oft eine höhere Sicherheitsreserve. In Schneelastzone 2 (Südthüringen, Nordbayern, Osthessen) planen wir die Tragwerke mit 1,2-facher Standard-Reserve — auf den zusätzlichen Dämmungs- oder Heizaufbau und auf Staulasten bei Schneefall mit Wind gerechnet.
Material: VSG-Glas oder Lamellendach
Bei Bauelemente Stefan Götz realisieren wir Gastronomie-Projekte ausschließlich mit zwei Dachbauweisen:
VSG-Glasdach auf Alu-Konstruktion
Für Einkehrgastronomie mit klassischem Ambiente und dauerhaft geschlossenem Charakter. Vorteile: lange Lebensdauer (40+ Jahre), ruhige Akustik bei Regen, klare Sichtachse zum Himmel, sehr wartungsarm.
Brustor-Lamellendach (B200 und B300)
Der Allrounder für moderne Restaurants, Hotels und Beach-Clubs. Die verstellbaren Aluminium-Lamellen ermöglichen den Betrieb zwischen offenem Sommergarten und regendicht geschlossenem Raum — in weniger als zwei Minuten. Zwei Modelllinien deckt Brustor für Gastronomie ab:
- Brustor B200 (und B200 XL) — der klassische Einstieg ins Premium-Lamellendach, für Flächen bis rund 30 m² pro Einheit. Bewährt in klassischer Terrassengastronomie.
- Brustor B300 — das Premium-Modell mit integrierter LED-Beleuchtung direkt in den Lamellen, feiner Akustik, nahtlosen Anschluss-Profilen. Für anspruchsvolle Hotels, Rooftop-Bars und Beach-Clubs.
Typische Ausstattung im Gastro-Bereich, unabhängig vom Modell:
- LED-Beleuchtung integriert in Lamellen oder Rahmen
- ZIP-Screens an allen offenen Seiten (Windschutz, Insektenschutz, Sonnenschutz)
- Regen- und Windsensor (automatisches Schließen bei Unwetter)
- Heizstrahler-Integration in den Rahmenprofilen
- Textile Schiebevorhänge als zusätzliche Unterteilung
Doppelstegplatten (auch Polycarbonat-Stegplatten) bauen wir aus Qualitätsgründen weder im Privat- noch im Gastronomiebereich. Vergilbung, Regenprasseln und die kurze Lebensdauer passen nicht zu einer Lösung, die dem Gast jahrelang ein gutes Erlebnis bieten soll.
Markisen und Verschattung in der Gastronomie
Auch ein Glasdach oder Lamellendach löst nicht jede Beschattungsfrage. Gerade in der Gastronomie entstehen vier typische Situationen, die eigene Beschattungslösungen verlangen: direkte Sommersonne unter Glasdach, Wind- und UV-Schutz an offenen Seiten, Werbe- und Markenfläche am Eingang, und beschattete Vorzonen ohne Vollüberdachung. Wir realisieren alle vier Konzepte überwiegend mit Produkten von HELLA (Sonnen- und Wetterschutztechnik) und Brustor.
Unterglasmarkisen für VSG-Glasdächer
Ein Glasdach ohne Beschattung wird im Hochsommer zum Treibhaus. Unterglasmarkisen werden direkt unterhalb des Glases montiert und fahren elektrisch aus. Bei geschlossenem Glasdach sind sie die einzige Möglichkeit, flexibel zu beschatten. Mit Regen- und Windsensor automatisch einfahrend. In der Gastronomie faktisch Standard bei jedem VSG-Glas-Projekt mit Südausrichtung.
ZIP-Screens — senkrechter Wind-, Blick- und Sonnenschutz
Senkrecht laufende Textil-Screens in geführten ZIP-Schienen an allen offenen Seiten einer Überdachung. Winddicht, insektendicht, blickdicht oder transparent je nach Stoff. Hauptaufgabe im Gastro-Betrieb: Windschutz an kühleren Abenden, UV- und Blendschutz an Süd- und Westseiten, Abtrennung zu Nachbarschaft oder Straße. Standardbauweise an Lamellendächern und an offenen Seiten von Glasdach-Terrassen — in Kombination mit einem Heizstrahler verlängert das die nutzbare Saison deutlich.
Kassetten- und Gelenkarmmarkisen für Vorbereiche und Fassaden
Klassische Markisenlösungen mit Auslegearmen und geschlossener Kassette. Einsatz vor allem dort, wo keine vollständige Überdachung vorhanden ist: Eingangsbereiche, Vorplätze, Schaufensterfronten, Hoteleingänge. Bei gastronomischem Publikumsverkehr immer mit Windsensor und Motor — ein vom Wind umgerissenes Markisentuch ist eine reale Haftungsfrage. Die Kassettenmarkise bietet zudem einen witterungsgeschützten Stauraum für das Tuch, was die Lebensdauer gegenüber offenen Gelenkarmmarkisen deutlich erhöht.
Für freistehende Situationen mit Beschattungsbedarf in zwei Richtungen ist die Brustor Twinstar Doppelkassettenmarkise unsere erste Wahl — eine zentrale Kassette, aus der das Markisentuch elektrisch nach zwei entgegengesetzten Seiten ausfährt. Typisch für Café-Vorplätze, Hotel-Terrassen mit zweigeteilter Sitzfläche oder Wartezonen zwischen Straße und Garten. Richtgröße ca. 3×3 m pro Seite, Preis 4.000–10.000 € netto inklusive Motorisierung.
Pergolamarkisen mit textilem Dach
Wenn eine Pergola-Optik gewünscht ist, aber ein Lamellendach budgetär oder gestalterisch nicht passt, bieten sich textile Pergoladächer an — ein Alu-Rahmen mit gespannter, wasserabweisender Textilbahn. Günstiger als ein Lamellendach, aber mit kürzerer Lebensdauer der Textilbespannung (Austausch alle 8–12 Jahre) und eingeschränkter Regensicherheit bei Starkregen. Für schattige Eingangsbereiche und Beach-Clubs mit Saisonbetrieb oft die richtige Wahl.
Senkrechtmarkisen und Fallarmmarkisen an Fassaden
An Fenstern und Schaufensterfronten zusätzlich einsetzbar — klassische Fallarm- oder Senkrechtmarkisen als Ergänzung zur Terrassenüberdachung. Im Gastro-Kontext vor allem relevant für Hoteleingänge, Schaufenster-Inszenierung und historische Fassaden, an denen eine vollständige Überdachung nicht zulässig ist.
Windwiderstandsklassen nach Beaufort
In der Gastronomie ist die Windwiderstandsklasse (WWK) ein kritisches Kaufkriterium — bei Publikumsverkehr sind Schadensfälle durch den Wind ein echtes Haftungsrisiko:
- WWK 2 (ca. 27–37 km/h, Beaufort 5): Basisqualität, ungeeignet für exponierte Gastro-Standorte
- WWK 3 (ca. 38–48 km/h, Beaufort 6): Standard für geschützte Innenhöfe
- WWK 4–5 (ab 49 km/h, Beaufort 7+): Premium-Segment für exponierte Lagen
An der kroatischen Adria verlangt die Bora-Windlast meist Windsensor-gesteuerte Systeme mit Sturmsicherung und automatischem Einfahren schon bei Beaufort 5. Bei uns kommen dort ausschließlich WWK-5-Systeme zum Einsatz.
Preisorientierung Markisen (netto, inkl. Montage)
| Lösung | Größe | Richtpreis netto |
|---|---|---|
| Unterglasmarkise elektrisch | 4×3 m | 2.500 – 4.500 € |
| ZIP-Screen pro Seite | 3×2,5 m | 1.500 – 3.200 € |
| Kassettenmarkise hochwertig mit Funk und Sensorik | 5×3,5 m | 3.500 – 6.500 € |
| Pergolamarkise (textiles Dach) | 4×3 m | 6.500 – 11.500 € |
| Senkrechtmarkise an Fassade | 3×2,5 m | 1.200 – 2.500 € |
| Brustor Twinstar Doppelkassettenmarkise (beidseitig) | 3×3 m pro Seite | 4.000 – 10.000 € |
Markise als Werbefläche
Für Restaurants, Hotels und Beach-Clubs oft übersehen: Die Markise ist eine der sichtbarsten Werbeflächen des Betriebs — und wird bei uns regelmäßig mit Digitaldruck oder gesticktem Logo versehen. Aufpreis typisch 400–1.200 € netto, je nach Tuchgröße und Druckverfahren. Wichtige Punkte bei der Auswahl: Lichtechtheit, UV-Stabilität, maschinenwaschbare Tuchqualität. Ein gut gestaltetes Markisentuch hält 10 bis 15 Jahre und ist in der Kosten-pro-Sichtkontakt-Rechnung jeder Plakatwerbung überlegen.
Ganzjahresnutzung: Was es braucht
Der klassische Hebel für die Wirtschaftlichkeit: die Saison verlängern. Eine offene Terrasse bringt von Mai bis September Umsatz. Eine gut ausgestattete Terrassenüberdachung macht März bis November möglich, mit Wintergarten-Erweiterung sogar das ganze Jahr. Die wichtigsten Komponenten:
- Heizstrahler: Infrarot-Deckenstrahler (typisch 2.000–3.000 Watt pro Gerät) zwischen den Tischen platziert. Alternativ Gas-Heizpilze, sofern baurechtlich zulässig. Stromkosten pro Strahler: ca. 60–90 Cent pro Stunde.
- ZIP-Screens an allen Seiten: windgeschützter Raum mit minimaler Wärmeabstrahlung. Gastronomische Praxis zeigt: mit geschlossenen Seiten reichen 12–14 °C Außentemperatur aus, damit Gäste gerne bis zwei Stunden sitzen bleiben.
- Beheizter Boden: bei hochwertigen Premium-Projekten inzwischen Standard. Elektrische Fußboden-Heizmatten oder Fußbodenheizung über Wärmepumpe — lädt Gäste deutlich länger zum Bleiben ein.
- Textile Vorhänge als Raumtrenner: schaffen intime Bereiche, tragen akustisch und thermisch zur Aufenthaltsqualität bei.
Einzelne Betriebe in unserem Projektportfolio berichten 20 bis 35 % Zusatzumsatz pro Jahr, seit sie die Saison mit geschlossenem Lamellendach und ZIP-Screens bis Ende November verlängern. Der Pay-back für Premium-Lamellendächer liegt bei gut laufenden Restaurants typischerweise bei zwei bis vier Saisons.
Typische Größen und Preisspannen
Die folgenden Richtpreise gelten netto, inklusive Montage, für Projekte im deutschen Markt.
| Konfiguration | Fläche | Richtpreis netto |
|---|---|---|
| Alu + VSG-Glas, geschlossene Überdachung | 40 m² | 28.000 – 42.000 € |
| Alu + VSG-Glas mit Seitenverglasung | 60 m² | 45.000 – 68.000 € |
| Brustor B200 Lamellendach mit ZIP-Screens | 40 m² | 35.000 – 55.000 € |
| Brustor B300 Premium mit LED, Heizung, Sensorik | 60 m² | 65.000 – 95.000 € |
| Wintergarten mit beheiztem Boden (Vollausbau) | 60 m² | 95.000 – 150.000 € |
Der Durchschnittswert unserer Gastro-Projekte liegt bei rund 65.000 € netto. Sehr kleine Projekte (Café-Terrasse) beginnen bei rund 20.000 € netto, Hotel-Großanlagen können die 250.000-Euro-Marke deutlich übersteigen.
Kroatien, Adria, Mittelmeerraum: was zusätzlich zählt
Seit einigen Jahren realisieren wir Hospitality-Projekte auch im Mittelmeerraum — mit Schwerpunkt an der kroatischen Adria-Küste. Die Anforderungen dort unterscheiden sich klar vom deutschen Markt:
- Salzluft: standardmäßige Pulverbeschichtung hält der direkten Meeresluft nur bedingt stand. Wir verwenden für Projekte in Küstennähe salzresistente Spezialbeschichtungen (Seaside-Qualität) mit bis zu 2.500 Stunden Salzsprühnebelbeständigkeit.
- UV-Belastung: deutlich höher als in Mitteleuropa. VSG-Glas mit UV-Sonnenschutzbeschichtung schützt Gäste und Möbel; Alu-Rahmen in hellen Farben (RAL 9010, 9016) reflektieren besser als dunkle Varianten.
- Windlast Adria: Bora-Fallwinde an der Ostküste erreichen Spitzen über 180 km/h. Statikauslegung und Verankerung sind entsprechend dimensioniert; Lamellensysteme bekommen zusätzliche Sturmsicherungen.
- Logistik: Transport, Zoll, Montage vor Ort bedeuten längere Planungszeiten. Wir rechnen für ein Adria-Projekt typisch 3–4 Monate zusätzliche Vorlaufzeit gegenüber einem vergleichbaren deutschen Projekt.
Unsere Projekte an der kroatischen Küste umfassen Hotels, Beach-Clubs und Restaurant-Terrassen zwischen Istrien und Dubrovnik — Betreiber schätzen, dass wir eine deutsche Fertigung und deutschen Service mit adria-spezifischen technischen Lösungen kombinieren.
Ablauf eines Gastro-Projekts
- Vor-Ort-Termin und Bedarfsaufnahme (kostenlos, auch für Gastro-Projekte im In- und Ausland)
- Konzeptentwurf mit Visualisierung (1–2 Wochen)
- Statik und Bauantrag (6–12 Wochen je nach Behörde)
- Festpreisangebot mit detailliertem Leistungsverzeichnis
- Fertigung (4–8 Wochen je nach Komplexität und Saison)
- Montage (3–10 Tage, je nach Projektgröße; bei Auslandsprojekten entsprechend länger)
- Abnahme, Einweisung des Personals, Übergabe der Bedienungs- und Pflegedokumentation
Typischer Zeitraum vom Erstgespräch bis zur funktionsfertigen Übergabe: vier bis sechs Monate bei einem 60-m²-Projekt in Deutschland, sechs bis neun Monate bei internationalen Projekten.
Was Gastronomen häufig übersehen
Stromanschluss. Motorische Lamellendächer, LED-Beleuchtung, Heizstrahler und Sensorik brauchen Strom. Bestehende Terrassenanschlüsse reichen fast nie — eine dedizierte Zuleitung mit Lastabschätzung muss eingeplant werden (typisch 16 bis 32 Ampere, bei Vollausbau auch mehr).
Kondenswasser. Bei VSG-Glasdächern kann bei Temperaturdifferenzen morgens Kondenswasser auftropfen. Lösung: Glas mit Anti-Fog-Beschichtung oder Entwässerungsrinnen am Dachrand. Wird in der Planung oft vergessen.
Musik und Akustik. Geschlossene Überdachungen verändern die Akustik erheblich. Je nach Betrieb sinnvoll: schalldämpfende Lamellen, textile Elemente, akustisch wirksame Dekoration. Sonst wirkt der Raum bei voller Belegung laut und unruhig.
Reinigung. Regelmäßige Reinigung der Dachfläche und der Entwässerungsrinnen ist sinnvoll — gerade in Gastronomie mit Küchenabluft in der Nähe (Fettfilm). In der Regel reicht eine eigene Grundreinigung pro Saison, Spezialwerkzeug braucht es dafür nicht.
Erweiterung planen. Viele Betriebe starten mit einer kleineren Lösung und merken nach einer Saison: wir brauchen mehr Fläche. Wenn die Konstruktion so ausgelegt ist, dass eine Erweiterung möglich ist (modulare Planung), spart das beim zweiten Bauabschnitt erheblich.
Häufige Fragen (FAQ)
Was kostet ein Terrassendach für ein Restaurant? Ein Gastronomie-Terrassendach kostet bei Bauelemente Stefan Götz im Durchschnitt 65.000 € netto, bei kleineren Cafés ab etwa 20.000 € netto, bei Hotel-Großprojekten deutlich über 100.000 €. Entscheidend sind Fläche, Ausstattung (Heizung, Beleuchtung, Screens) und ob ganzjährige Nutzung gewünscht ist.
Braucht ein Gastro-Terrassendach immer eine Baugenehmigung? In der Gastronomie nahezu immer — auch wenn die gleiche Konstruktion privat verfahrensfrei wäre. Grund ist die Nutzungsänderung des Grundstücks. Wir empfehlen, das Genehmigungsverfahren vor Auftragserteilung einzuleiten und 6 bis 12 Wochen Vorlaufzeit einzuplanen.
Welches System eignet sich besser für Gastronomie: Glasdach oder Lamellendach? Für klassische Einkehrgastronomie mit geschlossenem Ambiente meist ein VSG-Glasdach. Für flexible Outdoor-Konzepte, Beach-Clubs und Hotels fast immer ein Brustor-Lamellendach — wegen der Möglichkeit, zwischen offenem Sommergarten und geschlossenem Regenschutz zu wechseln.
Wie lange dauert ein Gastro-Projekt? Vom Erstgespräch bis zur funktionsfertigen Übergabe typischerweise vier bis sechs Monate bei mittleren Projekten in Deutschland. Bei Auslandsprojekten (Kroatien, Mittelmeerraum) rechnen wir mit sechs bis neun Monaten.
Wie rentiert sich die Investition? Gut laufende Restaurants mit verlängerter Saison (März–November) berichten typischerweise 20 bis 35 % Umsatzzuwachs, woraus sich bei einem Premium-Lamellendach ein Pay-back von zwei bis vier Saisons ergibt. Hotels mit ganzjährig bespielten Hospitality-Flächen rechnen häufig aggressiver.
Kann ich mein Gastro-Terrassendach steuerlich absetzen? Als Betriebsvermögen ja — Abschreibung erfolgt über die amtliche Nutzungsdauer, typisch 10 Jahre bei fest verbundenen baulichen Anlagen. Die genaue steuerliche Einordnung klärt dein Steuerberater; wir liefern die notwendigen Unterlagen.
Ist Ganzjahresnutzung ohne beheizbaren Wintergarten möglich? Mit geschlossenem Lamellendach, ZIP-Screens an allen offenen Seiten und Infrarot-Heizstrahlern ist in Deutschland eine komfortable Nutzung bis Außentemperaturen von etwa 5–8 °C realistisch. Für vollständige Ganzjahresnutzung mit Wohnraum-Qualität braucht es einen beheizten Wintergarten.
Baut Bauelemente Stefan Götz auch Projekte im Ausland? Ja. Gastronomie- und Hospitality-Projekte realisieren wir bundesweit in Deutschland sowie im Mittelmeerraum mit Schwerpunkt an der kroatischen Adria-Küste. Für Projekte im Ausland kommen zusätzlich salzluftbeständige Beschichtungen und angepasste Statiklösungen (z. B. für Bora-Winde an der Adria) zum Einsatz.
Was ist die Brustor Twinstar Doppelkassettenmarkise? Der Brustor Twinstar ist eine Doppelkassettenmarkise — aus einer zentralen Kassette fährt das Markisentuch elektrisch in zwei entgegengesetzte Richtungen aus. Ideal für freistehende Terrassen, Café-Vorplätze und Hotel-Eingangsbereiche mit zweigeteilter Sitzfläche. Typische Größe: ca. 3×3 m pro Seite, Richtpreis 4.000–10.000 € netto inklusive Motorisierung.
Welche Markise eignet sich für Gastronomie? Für den professionellen Einsatz sollten Gastro-Markisen immer motorisiert sein, einen Windsensor haben und mindestens Windwiderstandsklasse 3 erreichen (Beaufort 6). Bei exponierten Lagen und an der Adria empfehlen wir WWK 5. Kassettenmarkisen halten länger als offene Gelenkarmmarkisen, weil das Tuch bei Einfahrt geschützt aufgerollt wird.
Braucht ein Glasdach in der Gastronomie eine Markise? In den meisten Fällen ja. Ein unbeschattetes Glasdach wird im Hochsommer zum Treibhaus — die Aufenthaltsqualität sinkt, Gäste wandern in kühlere Innenbereiche ab. Unterglasmarkisen sind die Standard-Lösung und werden elektrisch bei starker Sonne ausgefahren.
Was ist der Unterschied zwischen ZIP-Screen und klassischer Markise? Eine Markise fährt von oben nach unten oder schräg aus und beschattet eine Fläche. Ein ZIP-Screen läuft senkrecht in Führungsschienen und bildet eine geschlossene Seitenwand — Wind-, Blick- und Insektenschutz in einem. Bei Lamellendächern in der Gastronomie kommen ZIP-Screens fast immer an allen offenen Seiten zum Einsatz.
Der nächste Schritt
Jedes Gastro-Projekt ist anders: Grundriss, Betriebskonzept, Zielgruppe, Auflagen, Investitionsrahmen. Entsprechend startet bei uns jedes Gastronomie-Projekt mit einem Vor-Ort-Termin — bei Auslandsprojekten gern auch per Videocall mit vorgelagerter Planunterlagen-Analyse. Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich.
Bauelemente Stefan Götz — Gastronomie & Hospitality Showroom und Büro: Luisenstraße 3, 98617 Meiningen Telefon: 03693 5486 333 E-Mail: s.goetz@terrassendach.one